Zum Ekel

Ich habe Ekel vor dem Ekel.
Und ich habe Angst vor dem Ekel.

Angst, weil der Ekel die Kraft ist,
die uns voneinander weg treibt
uns auseinander fremdet

uns von unserem instinktiven Glück entfremdet.

Ich habe Angst vor dem Ekel,
und wenn wir in der Überwindung des Ekels hin zur Natürlichkeit sind,
dann kann ich lachen.
Ich kann lachen, wenn ich „Feuchtgebiete“ lese!
Herzhaft lachen, denn es befreit.
Und es vereinigt.
Tut gut.
Instinktiv.
Natürlich.

Ja, da ist eine Kampfeslinie:
Zwischen denen, die Natur als echt fühlen
und denen, die von ihr entfremdet amoken –
oder eine Elaborierungsebene höher sie als Konstrukt herschreiben – wie in der Phase2.

Ist deren Zerschreiben das Gegenteil von Radikalität?
Ist deren Zerschreiben nicht aus einem ganz tiefen Ekelgefühl gespeist?
Und damit vielleicht der Beweis, dass Ekel ein Naturinstinkt ist.
Dass Natur auch in ihren Dekonstruierern wirkt – aber hin zu einer Isolierung
                                        Vereinzelung
                                Entfremdung
            und damit wieder zum Faschismus.

Ekel ist das Gefühl fürs Fremd(e)-Machen.

Ohne Ekel gibt es keine Fremden und nichts Fremdes
                                  nichts Fremdartiges
                                        nichts Abartiges
                                            nichts Perverses.
Es gibt unser Begehren!
Es gibt die Wunsch-Maschinen, wenn du sie so benennen willst!
Es gibt Themroc!
Und es gibt den Geist der Situationisten, der in ihm sprüht!


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